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Riester Rente

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Riester Rente Rechner

Anhand des Rechners ist die Riester Rente ganz einfach erklärt. Es werden keine Daten von Ihnen im Rechner gespeichert.

Riester Rente – Förderrechner

Riester Rente

Die Riester Rente entwickelte sich erst mit der Zeit zum Renner. Grund war, dass sie vom Vermittler nicht angenommen wurde. Denn die Provision – bei einem Makler Courtage genannt – wurde nicht wie üblich auf einmal ausgezahlt, sondern auf mehrere Jahre verteilt. Früher wurden die Kosten bis auf bis zu 10 Jahre, ab 2005 auf 5 Jahre verteilt. Zudem ist die Riester Rente sehr kompliziert strukturiert und sehr beratungsintensiv.

Erst als die Gesellschaften die Provision vordiskontierten, wurde die Riester Rente akzeptiert. Dass die Versicherung in Vorleistung geht und dem Vermittler die Provision auf einmal auszahlt, ist Anreiz für den Vermittler. Für den Kunden entstehen dabei keine Nachteile.

Nachdem zum 01.01.2005 die Steuerfreiheit der Lebensversicherung und Rentenversicherung weggefallen ist, wurde die Riester Rente zur echten Alternative für den Vertrieb.

Ist die Riester Rente auch für Sie geeignet?

Gefördert werden nicht alle Personen, sondern vor allem Pflichtmitglieder in der gesetzlichen Rentenversicherung mit keinem, sehr niedrigem aber auch sehr hohem Einkommen.

Gefördert werden:

  • gesetzlich rentenversicherte Arbeitnehmer und Auszubildende, Arbeitnehmer in Altersteilzeit, Beamte und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, Jugendliche in Wehr- und Zivildienst
  • Helfer im freiwilligen sozialen und ökologischen Jahr
  • Berechtigte für Arbeitslosenhilfe, Arbeitslosen-, Kranken und Mutterschaftsgeld
  • Behinderte in anerkannten Werkstätten, Behinderte in Heimen, die 20 Prozent der Arbeit eines Vollbeschäftigten leisten
  • Handwerker (mit Eintrag in Handwerksrolle)
  • Bezieher von Vorruhestandsgeld
  • Mütter und Väter in rentenversicherungspflichtigen Kindererziehungszeiten bis drei Jahre nach der Geburt des Kindes
  • pflichtversicherte Selbstständige, Pflichtversicherte in der Altenversicherung der Landwirte
  • die Ehepartner von Anspruchsberechtigten

Nicht gefördert werden:

  • Selbstständige, die nicht rentenversicherungspflichtig sind
  • geringfügig Beschäftigte, die ihren Pauschalbetrag zur Rentenversicherung nicht aufstocken
  • Sozialhilfeempfänger
  • Rentner und Pensionäre

Zur Info: Selbständige/Freiberufler, die nicht rentenversicherungspflichtig sind, sollten die Rürup Rente beachten!

Vorteile der Riester Rente

Die wesentlichen Vorteile der Riester Rente sind die Zulagen bzw. der Sonderausgabenabzug sowie ihre Hartz IV-Sicherheit.

Sie erhalten von 2006 bis 2007 eine Grundzulage von 114€ , ab 2008 eine Grundzulage von 154€. Für jedes Kind erhalten Sie zusätzlich eine Kinderzulage von 2006 bis 2007 von 138€ und ab 2008 von 185€. Um die Förderung zu erlangen, müssen Sie 2006 bis 2007 3% und ab 2008 4% ihres sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens einzahlen. Ohne Grundzulagen und Kinderzulage, müssten Sie bei einem Einkommen von 30.000€ den Betrag von 1200€ (4% von 30.000€) einzahlen.

Nehmen wir an, Sie haben zwei Kinder:

(1200€ = 4%) = Grundzulage 154€ + Kinderzulage 185€ + Kinderzulage 185€ + Ihr Betrag 676€

Im Jahr müssten Sie 676€ aufbringen, um 1200€ für Ihr Rente zu sparen. Im Monat wäre das der Betrag von 56,33€. 43% bekommen Sie vom Staat! Wenn Sie 2008 weniger als 4% einzahlen, erhalten Sie die Zulage anteilig. Bei der Riester Rente gibt es Höchstgrenzen. Diese liegen 2006 bis 2007 bei 1.575€ und 2008 bei 2.100€. Wenn Sie beispielsweise 100.000€ im Jahr verdienen, müssen Sie trotzdem nur 2100€ (4% von 52.500€) jährlich einzahlen, um die volle Zulage zu erhalten.

Der Sonderausgabenabzug lohnt sich für alle, die viel Steuern zahlen müssen. Wer z.B. 2008 die 2.100€ in die Riester Rente einzahlt, bekommt bei hoher Steuerbelastung knapp die Hälfte seiner Riester-Beiträge zurück. Lieber in die Altersvorsorge einzahlen als dem Staat Geld schenken! Für alle, die wenig verdienen ist der Sockelbeitrag auf 60€ im Jahr festgesetzt. Sie müssen 5€ im Monat einzahlen, um die volle Förderung zu erlangen. Zur Info: Durch die Zulagen lohnt sich die Rieser Rente für Personen mit keinem Einkommen z.B. Hausfrau/Hausmann, mit niedrigem und mit mittlerem Einkommen. Durch den Sonderausgabenabzug ist sie für Personen mit hohem Einkommen lukrativ.

Die maximale jährliche Grundzulage

Jahr Grundzulage
2006 bis 2007 114€
Ab 2008 154€

Bei Ehepaaren erhalten beide eine Grundzulagen, wenn jeder einen eigenen Vertrag hat. Das kann auch möglich sein, wenn nur ein Ehepartner zu der geförderten Person gehört

Die maximale jährliche Kinderzulage

Jahr Kinderzulage
2006 bis 2007 138€
Ab 2008 185€

Maximaler jährlicher Sonderausgabenabzug

Jahr Sonderausgabenabzug
2006 bis 2007 1575€
Ab 2008 2100€

Besteuerung der Riester Rente

Die Riester-Rente wird nachgelagert besteuert. Die Ansparphase ist steuerfrei. Die Rentenphase wird zu 100% besteuert.

Verbraucherschutz – Riester Kriterien:

  • Die Anbieter müssen gewährleisten, dass die Auszahlung der Leistungen erst mit Beginn der Altersrente ab dem 60. Lebensjahr oder mit dem Bezug einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit beginnt.
  • Die Anbieter müssen garantieren, dass mindestens die eingezahlten Gelder erhalten wurden, wenn der Kunde in Rente geht.
  • Die Kunden haben Anspruch auf lebenslange Leistungen.
  • Die gewählte Anlageform muss vor Abtretung und Pfändung sowie Anrechnung in der Arbeitslosen- und Sozialhilfe geschützt sein.
  • Der Anbieter, also die Versicherung, Bank oder Fondsgesellschaft, muss die Abschluss- und Vertriebskosten über einen Zeitraum von zehn Jahren verteilen.
  • Der Anleger ist bei Vertragsabschluss über die Höhe und zeitliche Verteilung der Abschluss- und Vertriebskosten, über die Kosten der Umstellung von Verträgen, die Kosten der Vermögensverwaltung und die Gebühren bei einem Wechsel zu einem anderen Produkt zu informieren.
  • Der Sparer ist während der Laufzeit des Vertrages jährlich über die Verwendung seiner Beiträge, die Kapitalbildung, Kosten und Erträge zu unterrichten.
  • Die Finanzdienstleister sollen außerdem darlegen, ob und inwieweit sie ethische, soziale und ökologische Belange bei der Verwendung der eingezahlten Beiträge berücksichtigen.

Riester Rente in Verbindung mit der Betriebsrente

Sie müssen im Alter auf Ihre Betriebsrente den vollen Krankenkassenbeitrag zahlen, wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind. Ein Riester Vertrag macht daher nur privat Sinn, da privat keine Krankenkassenbeiträge fällig werden. Weitere Nachteile wären: Sie dürfen kein Geld zur Eigenheimfinanzierung entnehmen, ein betrieblicher Vertrag muss nicht zertifiziert worden sein und Sie können keinen Vertrag für Ihren Ehepartner ableiten. Nutzen Sie in diesem Fall lieber die anderen 5 Durchführungswege (Direktversicherung, Pensionskasse, Unterstützungskasse, Pensionsfonds, Direktzusage) für die betriebliche Altersvorsorge.

Vorteile der Familie – Ehepartner als Hausfrau/Hausmann oder als Selbstständiger

Ehepartner, die nicht der geförderten Zielgruppe angehören, können dennoch die Grundzulage erhalten. Es muss nur die Voraussetzung für eine gemeinsame Veranlagung erfüllt sein:

  • Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt beider in Deutschland
  • nicht dauernd getrennt lebender Status

Ehepartner mit hohen Einkommen und Hausfrau/Hausmann

Es müssen nicht beide Partner einen Vertrag abschließen. Lohnt sich dieser für den gut verdienenden Ehepartner wegen der hohen monatlichen Belastung um die Förderung nicht, kann die Hausfrau/der Hausmann mit 2 Kindern den Sockelbeitrag von 60€ einzahlen, um die Grundzulage und die Kinderzulagen zu erhalten.

Ehepartner mit einem Selbstständigen, einer Hausfrau/einem Hausmann:

Hat ein versicherungspflichtiger Partner seinen Mindestbeitrag geleistet, erhalten beide Partner auf Ihre Verträge die ihnen zustehende Grundzulage und Kinderzulage, wenn Kinder vorhanden sind. Der nicht versicherungspflichtige Partner muss laut Gesetz keine eigenen Beiträge zahlen. Diese Regelung ist für die nicht berufstätige Hausfrau/den nicht berufstätigen Hausmann gedacht, um die Förderung zu erhalten. Ebenso funktioniert sie aber auch bei erfolgreichen Unternehmern bzw. Freiberuflern.

Wie finde ich den richtigen Vertrag?

In der Praxis sollte der Vergleich der Angebote von Gesellschaften einfach sein, da Kosten und mögliche Rente in den Angeboten ausgewiesen sein müssen. Es gibt jedoch leider keine Definition, wie die Kosten ausgewiesen werden müssen. Die Gesellschaften machen es schwierig. Beispiel:

In einem Vertrag sind Abschluss- und Vertriebskosten in Höhe von 5,8% in die Summe der Eigenbeiträge eingerechnet. Sie sind in gleichmäßigen Beträgen auf einen Zeitraum von 5 Jahren verteilt, höchstens jedoch bis zum Beginn der Auszahlungsphase. Von Zulagen und Zuzahlungen werden für Abschluss- und Vertriebskosten jeweils bei Zahlungseingang 5,8% erhoben. Für die Verwaltung des Vertrags und des gebildeten Kapitals werden in der Ansparzeit von jedem Altersvorsorgebeitrag (laufende Eigenbeiträge und Zuzahlungen) 5,5% und von jeder Zulage 2% erhoben. Darüber hinaus werden als Verwaltungskosten vor Rentenbeginn monatlich 0,1/12 des aktuell vorhandenen Vertragsguthabens sowie fixe Kosten in Höhe von 1€ bei beitragspflichtigen bzw. von 2€ bei beitragsfreien Verträgen erhoben. In der Rentenbezugszeit werden jährlich Verwaltungskosten von 2% der Jahresrente erhoben usw. usw..

An den Kosten ließe sich ein Angebot mit einem anderen vergleichen, da die Ablaufleistung bzw. Rente mit 2%, 4% und 6% ausgegewiesen sein muss.

Aufpassen sollten Sie auch bei der möglichen Rente. Einige Angebote verfügen über eine mögliche Rente, die nicht jedes Jahr steigt. Stattdessen ist die Rente natürlich höher als ein Angebot mit einer Rente, die sich um z.B. 2,25% jährlich erhöht.